10. März 2006
Thema: „Handlungsspielräume – Von der Bedeutung individueller Entscheidungen“

Impulsgeber / Vorträge

Margret Suckale, Personal-Vorstand, Deutsche Bahn AG, Berlin

Erzabt Jeremias Schröder OSB, St. Ottilien, Präses der Missionsbenediktiner

 

Kernfragen

  • Auf welcher Grundlage können bzw. müssen Manager weitreichende Entscheidungen treffen?
  • Was macht Manager bei einsamen Entscheidungen sicher?
  • Welche Bedeutung spielen Führungskompetenzen und Unternehmenskultur für den Prozess der Entscheidungsbildung?
  • Welchen Raum nehmen persönliche Wertentscheidungen ein?
  • Wie unterscheiden sich die Handlungsspielräume des Managements zwischen der Profit- und Non-Profit-Welt?

 

Zentrale Ergebnisse und Aussagen

  • Führungskräfte haben täglich eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen, die teilweise weitreichende Folgen haben
  • Entscheidungen erfolgen häufig unter Zeitdruck, der es kaum erlaubt, alle Sichtweisen und Alternativen umfassend durchzuspielen
  • Sachverhalte können selten auf der Grundlage vollständiger Informationen erfasst werden
  • Angesichts von Komplexität und eingeschränkten Prognosemöglichkeiten werden Entscheidungen aus dem Bauch heraus, also eher intuitiv gefällt
  • Unabhängig vom Weg der Entscheidungsfindung unterliegen strategische Richtungsentscheidungen letztlich der persönlichen Verantwortung des (leitenden) Managements
  • Der Einfluss von Kontrollgremien und Anteilseignern, die daran interessiert sind, Risiken abzuwenden und Ergebnisse zu sichern, nimmt zu
  • Im Non-Profit-Bereich sind eine Vielzahl von Anspruchsgruppen und deren Interessen bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen
  • Management-Vertreter an der Spitze von Organisationen und Unternehmen fühlen sich oft in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Ihre persönlichen Entscheidungsspielräume erleben sie selbst als gar nicht so ausgeprägt, wie es in der Öffentlichkeit erscheint
  • Wer oder was beeinflusst unsere Wahl? Wer oder was hindert uns, „Nein“ zu sagen, wenn wir überzeugt sind?
  • Es gibt drei Wege, Entscheidungen zu fällen:
    1. Überlegen, 2. Sehen, 3. Handeln!
  • Der Handlungsspielraum wird von drei Ebenen bestellt:
    1. Ebene: Entscheidungsspielraum
    2. Ebene: Tätigkeitsspielraum
    3. Ebene: Interaktionsspielraum
  • Entscheidungen sind immer nur gut, wenn sie erfolgreich waren
  • Wichtig ist es, auf kollegialen Sachverstand und Unterstützung zu bauen und dies nicht als Führungsschwäche oder Gesichtsverlust zu interpretieren
  • Bei Entscheidungen darf es keinen Interessenskonflikt geben
  • Die Öffentlichkeit zwingt zum Teil zu irrationalen Entscheidungen
  • Wie werden Entscheidungen kommuniziert? – Davon hängt auch ab, ob die ursprüngliche Entscheidung gut oder schlecht war
  • Lieber hinterher um Verzeihung bitten, als vorher um Erlaubnis
  • Intuition als höchste Stufe der Expertise
  • Non-Profit-Entscheidungsfindung nähert sich der Profit-Welt immer mehr an
  • Die Form der Entscheidungsfindung hängt von der Gesellschaftsform ab
  • Entscheidungen und die Kommunikation von Entscheidungen sind sicherlich gleich wichtig
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