12. November 2010
Thema: „Jungspund versus Altes Eisen – Was können Jung und Alt in Organisationen voneinander lernen?“

Impulsgeber / Vorträge

Eberhard von Rundstedt, Vorsitzender der Geschäftsführung, v. Rundstedt & Partner GmbH, Düsseldorf

Dr. Harald Mosler, Senior-Partner, Mosler+PartnerRechtsanwälte, München

 

Kernfragen

  • Kann man von einem „Generationenkonflikt“ in Organisationen sprechen? Wirkt sich dieser in Wirtschaftsunternehmen und sozialen Organisationen unterschiedlich aus?
  • Was können Jung und Alt in Organisationen voneinander lernen?
  • Wie kann das „Miteinander“ von Jung und Alt in Organisationen gestärkt werden? Wie lassen sich Reibungsverluste verringern bzw. vermeiden?

 

Zentrale Aussagen und Ergebnisse

  • Differenzen, die sich aufgrund von Altersunterschieden ergeben, sind als Chance zu verstehen. Die verschiedenen Stärken und Fähigkeiten der jeweiligen Generation sind als Potenzial zu sehen
  • Freude an der gemeinsamen Arbeit und gegenseitiges Vertrauen als Erfolgsfaktoren für das Miteinander von Jung und Alt in Organisationen
  • Eine gelebte „Wir-Kultur“ ist wichtig
  • Ältere müssen lernen, Aufgaben an Jüngere abzugeben und sie an ihrer Erfahrung teilhaben zu lassen. Für Ältere bedeutet dies mehr Freiraum und mehr Zeit für neue Betätigungsfelder
  • Es ist wichtig, Vertrauen in jüngere Mitarbeiter zu setzen, ihren Vorschlägen und Vorstellungen zuzuhören und ihnen Rückendeckung zu geben, wenn Sie Neues ausprobieren
  • Junge Mitarbeiter brauchen eine Umgebung, in der sie noch wachsen können. Eine Fehlerkultur muss möglich sein
  • „Neue Besen kehren gut. Aber die alten kennen die Ecken.“
  • Ein „Generationen-Mix“ der Mitarbeiterschaft ist branchenabhängig. Bei Berufen, die bspw. schwere körperliche Arbeit erfordern, sind mehr junge Mitarbeiter beschäftigt. Im Biotech-bereich sind ältere Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung unablässlich
  • Alter und Dynamik sind kein Widerspruch
  • Jung und Alt müssen beide für die Zusammenarbeit aufgeschlossen sein, dann gelingt das Miteinander

 

Projekt: „Starke Senioren helfen Kindern“

Etwa drei- bis fünftausend Münchner Grundschüler erhalten zu Hause kein Frühstück und leiden an akutem Hunger während des Schulunterrichts. Mittlerweile können 20 Münchner Grundschulen diesen Kindern ein Frühstücksbuffet anbieten. Dies ist durch die gemeinsame Initiative von BrotZeit e.V. und der Josef und Luise Kraft-Stiftung sowie weiteren „Unterstützern“ möglich: Den Schulen werden die benötigten Lebensmittel für das Frühstück zur Verfügung gestellt. Senioren, die hierfür gewonnen werden konnten, bereiten täglich vor Schulbeginn das Frühstück vor und geben es an die Schüler aus. Durch das Engagement der Senioren erfahren viele Kinder eine Zuwendung, die sie von ihrem eigenen Zuhause und ihrer Familie so nicht kennen. Die Arbeit mit den Kindern bereichert aber auch das Leben der Senioren, die oftmals mit dem Erreichen des Rentenalters in ein tiefes Loch fallen.

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