31. Benediktbeurer Management-Gespräche am 21. März 2014, 15.30 Uhr
im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern
„Streitkultur – eine gesellschaftliche Ressource“

 

Am 21. März fanden die 31. Benediktbeurer Management-Gespräche zum Thema Streitkultur statt. Zu diesem Anlass trafen sich rund 100 Vertreter aus Wirtschaft, Wohlfahrt und Politik im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern, um gemeinsam darüber zu diskutieren, inwiefern Streitgespräche und Meinungsverschiedenheiten zur unternehmerischen Entwicklung beitragen, wie dafür Raum geschaffen werden kann und welche Grundregeln einzuhalten sind, um für eine gesunde Streitkultur im täglichen Miteinander zu sorgen. Als Impulsgeber waren Staatskanzleiministerin Christine Haderthauer und Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, Präsident der Deutschen Assoziation des Malteserordens, geladen.

Benediktbeuern, 22. März 2014 – Die Teilnehmer der Benediktbeurer Management-Gespräche waren sich am Freitagnachmittag einig darin, dass Streitgespräche für die unternehmerische (Weiter-)Entwicklung hochproduktiv sein können, wenn sie bestimmten Verhaltensregeln folgen und nicht als persönlicher Angriff gelten oder verstanden werden. Für eine konstruktive Streitkultur auf kollegialer Ebene braucht es allerdings die Akzeptanz im Management: „Die Grundregeln einer gesunden Streitkultur sind in Unternehmen und Politik dieselben. Wer die Lust am Diskurs erhalten will, muss aktiv Raum schaffen für Beteiligung und dabei auch für solche Beiträge Wertschätzung zeigen, die der eigenen Meinung zuwider laufen“, betont Staatskanzleiministerin Christine Haderthauer, Impulsgeberin der Dialogveranstaltung.
Noch allzu oft scheuen sich Mitarbeiter davor, ihre Meinung offen dazulegen, weil sich in ihrer Un-ternehmen oder Institution noch keine Kultur etablieren konnte, in der Streitgespräche und Kontro-versen als etwas ganz Normales verstanden werden. „Dabei gilt immer: Ohne Konflikte keine Innovation“, so die Ministerin, die an der Stelle auch auf ihr politisches Umfeld und auf die „offene Debattenkultur“ verweist, die sich im Landtag oder bei Kabinetts- und Fraktionssitzungen durchgesetzt hat und für sie „das Schmiermittel einer rund laufenden Demokratie“ sind.
Dr. Erich Prinz von Lobkowicz bescheinigte dem Malteserorden ebenfalls eine „offene Streitkultur nach innen.“ Der Impulsgeber wies an der Stelle auf die Diskussionen in den verschiedenen Gre-mien hin: „Im Präsidium oder in der Bundesversammlung wird oft um Entscheidungen und Standpunkte gerungen – die Positionen können durchaus sehr kontrovers sein. Kritische Äußerungen sind stets willkommen und werden aufgenommen, nicht einfach weggebürstet.“ Er lenkt jedoch ein, dass institutionelle Entscheidungen dennoch nicht von allen mitgetragen werden können und oft „dem Spagat zwischen sozialen Wollen und wirtschaftlichen Zwängen“ unterliegen. „Sich mit Kritik oder auch kritischen Anregungen auseinanderzusetzen gilt bis ins Management unserer Organisation hinein. Hierfür existieren sogar entsprechende Foren wie etwa die Geschäftsführertagungen. Nur sind die Entscheidungen, die am Ende einer jeden Debatte stehen, nicht notwendigerweise demokratisch, bleiben aber zumindest transparent darin, wie und warum sie so ausgefallen sind.“
Die Benediktbeurer Management-Gespräche, die finanziell von der Aachener Grundvermögen Kapitalanlagengesellschaft mbH unterstützt wurden, fanden traditionell ohne Pressevertreter statt. Es besteht aber die Möglichkeit, nachträglich ein Interview mit den Veranstaltern und Impulsgebern zu führen bzw. ein Statement einzuholen. Die nächsten Gespräche finden am 10. Oktober 2014 statt.
Pressekontakt:
Katholische Stiftungsfachhochschule
Sibylle Thiede
E-Mail: sibylle.thiede@ksfh.de
Tel.: 089/48092-1466
Über die Benediktbeurer Management-Gespräche
Die Benediktbeurer Management-Gespräche (BMG) werden seit 2000 gemeinsam von Professor Dr. Egon Endres, Präsident der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, und Michael Thiess, MICHAELTHIESS Management Consultants, München, veranstaltet. Sie zielen auf den gedanklichen Austausch und das „Networking“ von Entscheidungsträgern aus Wirtschaftsunternehmen und sozialen Organisationen.
Existieren traditionell kaum Berührungspunkte zwischen beiden Welten, so haben sich die Hand-lungsanforderungen von sozialen Organisationen und Wirtschaftsunternehmen in den vergangenen Jahren angeglichen. Dabei haben beide Seiten im Umgang mit ihrer jeweiligen Umwelt unter-schiedliche Kompetenzen entwickelt, was einen Blick über den Tellerrand lohnenswert erscheinen lässt.
In diesem Sinne verstehen sich die Benediktbeurer Management-Gespräche als Forum, durch das neue Impulse für „lernende“ Organisationen und ihre Manager gewonnen werden. Die handverlesene Auswahl der Gäste gewährleistet einen anregenden und intensiven Gedanken- und Erfah-rungsaustausch.
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Die Katholische Stiftungsfachhochschule München ist eine national und international hoch angesehene Hochschule für Sozial-, Pflege- und pädagogische Berufe in kirchlicher Trägerschaft. Sie bietet ihren etwa 2300 Studentinnen und Studenten an den beiden Standorten Benediktbeuern und München eine intensive und professionelle Betreuung. Neben den Bachelorstudiengängen Soziale Arbeit, Pflegemanagement, Pflegepädagogik, Pflege dual und Bildung & Erziehung im Kindesalter bietet die Katholische Stiftungsfachhochschule München auch Masterstudiengänge und vielfältige Fortbildungsveranstaltungen an. Ein wissenschaftliches und zugleich praxisorientiertes Studium sowie das christliche Menschenbild begründen den besonderen Auftrag der Hochschule.
MICHAEL THIESS Management Consultants
MICHAEL THIESS Management Consultants ist eine leistungsfähige Strategieberatung und unter-stützt international bedeutende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Insti-tutionen und Non-Profit Organisationen in allen Fragen der Unternehmensführung.
Neben der Strategie-, Prozess- sowie Organisationsberatung weisen MICHAEL THIESS Manage-ment Consultants ebenfalls in den Bereichen Post Merger Integration, Effizienzsteigerung in Mar-keting & Vertrieb sowie Innovationsstrategien besondere Leistungen vor. Der Schwerpunkt der Beratungstätigkeit liegt auf den Branchen und Geschäftsfeldern Healthcare, Pharmaindustrie, Me-dizintechnik-Unternehmen, Non-Profit-Organisationen, High Tech-Branche und Wirtschaftsförde-rung.

 

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