Süddeutsche Zeitung vom 15. März 2003

 

Dialog mit der Wirtschaft - Manager sprechen mit Wohlfahrtsverbänden

von Stefanie Manger

Benediktbeuern – Zu Management-Gesprächen in hochkarätiger Besetzung hat kürzlich die katholische Stiftungsfachhochschule gemeinsam mit der Unternehmensberatung Roland Berger eingeladen. Auf der Teilnehmerliste fanden sich die Geschäftsführer der Sana Kliniken, der Handels- und Dienstleistungsgesellschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, der Siemens AG, BMW-Group und der Süddeutschen Provinz der Salesianer.

Initiiert haben das Dialogforum Wissenskooperation der Dekan der Hochschule, Egon Endres, Professor für Soziale Organisation und Michael Thiess, Mitarbeiter der Unternehmensberatung Roland Berger. Endres verspricht sich von den Gesprächen Impuls für die Lehre sowie zusätzliche Stellen im Bereich der Sozialen Arbeit. „Die Kontakte sind hilfreich, um Praktikanten oder Absolventen der Hochschule in der Wirtschaft unterzubringen“, sagte er.

Thiess fand am Dialog von Mitarbeitern aus der Wirtschaft und sozialen Institution ebenfalls Gefallen. In diesem Jahr finanziert die Unternehmensberatung Roland Berger insgesamt drei Treffen der Manager aus beiden Bereichen. Nach Meinung von Thiess sind die Unterschiede vom Profit- zum Non-Profit-Bereich nicht so eklatant, wie die landläufigen Klischeevorstellungen es annehmen lassen. Aufgrund geringer monetärer Ressourcen spiele die Effizienz der Arbeit in Wohlfahrtsverbänden eine große Rolle. Andrerseits suchten zahlreiche Unernehmen nach einer spirituellen Vision für die Mitarbeiter, erklärte Thiess.

Während Unternehmen im Wirtschaftsbereich relativ selbstverständlich eine Unternehmensberatung in Anspruch nähmen, seine die Anfragen von Seiten der Wohlfahrtsverbände bislang gering. Obwohl dort ein erheblicher Bedarf besteht, wie Thiess meint.

 


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