Soziales trifft auf Wirtschaft
Hochschule organisiert Austausch
Benediktbeuren (mer)- Einmal einen Blick
über den Zaun riskieren: Unter der Federführung der
Katholischen Stiftungsfachhochschule Benediktbeuern besuchen und
„beschnuppern“ sich derzeit Entscheidungsträger
aus Wirtschaftsunternehmen und sozialen Organisationen. Angestoßen
wurde der Gedankenaustausch vom Dekan der katholischen Stiftungsfachhochschule,
Prof. Dr. Egon Endres. Mit von der Partie bei den sogenannten
„Benediktbeurer Management-Gesprächen“ ist auch
Michael Thiess, Partner der Unternehmensberatung Roland Berger,
die die Gespräche finanziert.
Elmar Baur, Sprecher der Geschäftsführung
der Burgmann Dichtungswerke in Wolfratshausen und Martin Zeller,
Geschäftsführer der Oberland Werkstätten in Gaißach,
haben bereits erste konkrete Erfahrungen über Entscheidungsstrukturen
und Organisationsabläufe auf der jeweils anderen Seite gesammelt.
Zweimal hat Baur schon in den Oberland Werkstätten hospitiert,
einmal war Zeller bei den Dichtungswerken zu Gast.
Baur zeigte sich beeindruckt, „wie
soziale Organisationen es schaffen, mit geringen finanziellen
Mitteln Mitarbeiter und Betreute zu motivieren“. Das erhofft
sich der Unternehmer natürlich auch Vorteile für seinen
eigenen Betrieb.. „Wir hoffen, unsere Mitarbeiter noch effektiver
einzusetzen und zielgerechter arbeiten zu lassen, ohne äußere
und innere Zwänge zu schaffen.“ Zeller zeigte sich
seinerseits neugierig, „wie weit die wesentlich professionellere
Steuerung und Planung in der Industrie“ für seine Einrichtung
Vorbild sein könne.
Aber nicht nur die Teilnehmer versprechen
sich einiges vom gegenseitigen Austausch. Auch die Studenten der
Hochschule sollen durch neue Zugänge zu den beteiligten Firmen
von den Wissenskooperationen profitieren, streicht Endres heraus.
Bei Roland Berger hofft man dagegen
auf Kundschaft aus dem sozialen Bereich. Bei vielen Non-Profit-Unternehmen
bestehe „erheblicher Beratungsbedarf“. Einig war man
sich darüber, dass die vermeintlichen Gegensätze zwischen
den beiden Welten auf Vorurteilen beruhen. Diese gelte es abzubauen.
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