CAR€ Invest Ausgabe 18, 2010

Prof. Dr. Egon Endres, Präsident der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, im Interview mit der CAR€ Invest.

Zum 23. Mal organisieren die Initiatoren Prof. Dr. Egon Endres und Michael Thiess die Benediktbeurer Management-Gespräche zu dem zweimal im Jahr rund 100 Vertreter aus Wirtschaftsunternehmen und sozialen Organisationen zusammenfinden. Diese Veranstaltung dient dem gedanklichen Austausch um dem „Networking“ von Führungskräften. Es finden Vorträge zu den jeweiligen Themen statt, die im Plenum und in Kleingruppen im Anschluss daran diskutiert werden.

Der Referent dieser Veranstaltung war Prof. Dr. Robert K. Frhr. von Weizsäcker, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität München, der sein Konzept „Königsplan“, gemeinsam mit Stefan Kindermann vorstellte. Dabei ging es um die Unterstützung von Entscheidungsfindungen im Arbeitsalltag. Weizsäcker empfahl, dass man nicht nur vorwärtsgerichtete Denkprozesse, sondern auch rückwärtsgerichtete Lösungswege beachten sollte.

Prof. Dr. Egon Endres berichtet in seinem Interview zum Thema „Entscheidungen – Wahl oder Qual?“, dass die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, immer eine herausragende Kompetenz der Führungskräfte ist. Dabei sollte der Aspekt der Intuition nicht fehlen. Führungskräfte, die eine gewisse Routine besitzen, erhöhen ihre Orientierungs- und Entscheidungskraft beim treffen von Entscheidungen. Vor allem in Zeiten einer Krise ist es wichtig die richtige Entscheidung zu treffen. Dabei spielen drei Elemente eine wichtige Rolle: Personal, Strategie und der Umgang mit dieser Situation.

Ein Fehler kann entstehen, wenn man keine Entscheidungen trifft. Nach Endres lautet ein verbreiteter Mythos: „Gute Führungskräfte zeichnen sich dadurch aus, dass sie schnelle und klare Entscheidungen treffen.“ Wenn man eine falsche Entscheidung getroffen hat und diese noch rechtzeitig bemerkt, sollte man die Richtung ändern, denn dadurch erhöht man die Erfolgschancen der Entscheidung. Es ist wichtg in diesem Prozess ein Team zu integrieren, dass aus einem Realisierer, der dieses Problem anpackt, einem Kritiker, der Dinge infrage stellt und einem Träumer, der in die Zukunft blickt, besteht. Wenn eine Entscheidung getroffen ist, muss die Umsetzung genauso viel Zeit in Anspruch nehmen wie der Entscheidungsprozess selbst. Dafür ist es notwendig, im Dialog mit Entscheidungs- und Erfahrungsträgern zu stehen.

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